Prinzip der aufbauenden Sprache

Es gibt das Konzept der Leichten Sprache, die dafür gedacht ist, dass Menschen mit sprachlichen Beeinträchtigungen Zugang zu wichtigen Bereichen des alltäglichen Lebens bekommen, beispielsweise Texte mit politischenoder bürokratischen Informationen verstehen und selbstbestimmt mitreden können.
 
Einfache Sprache ist eine vereinfachte Sprachform, die vor allem für schöne Literatur verwendet wird. Romane und Erzählungen sollen auch Menschen nahe gebracht werden, die keine komplizierte Sprache verstehen. Durch einfache Sprache sollen auch Menschen mit Behinderungen oder Menschen, die erst seit Kurzem im deutschen Sprachraum sind, Freude am Lesen bekommen.
 
Die Aufbauende Sprache richtet sich an Kinder, deren Sprachentwicklung unterstützt werden soll. Pädagogen müssen dazu wissen, welche Sprachentwicklungsstufen aufeinander folgen. Dann können sie einerseits erkennen, auf welcher Stufe sich ein Kind gerade befindet und es andererseits auf die nächsthöhere Stufe bringen. Die Aufbauende Sprache ist stark dialogisch. Es gilt, immer die richtigen Impulse zu setzen und geeignete Fragen zu stellen, damit das Kind sicher antworten kann, um dann wiederum in korrektivem Feedback auf der richtigen Entwicklungsstufe auf die Dialogbeiträge des Kindes zu reagieren.