Zirkustherapie im Ganztag

 

Mit der Verbindung von Zirkus- und Psychotherapie kann Kindern mit besonderem Förderbedarf gezielt geholfen werden. Schulpartner arbeitet dafür zusammen mit Alegria, dem Institut für Zirkustherapie. Alegria bietet niedrigschwellige Zugänge zu Gruppen- und Einzeltherapien für seelisch erkrankte Kinder und Jugendliche. Das Team um die approbierte Psychotherapeutin Britta Niehaus bietet einen therapeutischen Entwicklungsraum zur Förderung seelischer Gesundheit, Resilienz, sozialer Kompetenz und emotionaler Stabilität an.

 

Seit dem 2. Schulhalbjahr 2025/2026 wird das Programm erstmalig von Schulpartner als Teil der Ganztagsbetreuung an Schulen angeboten. Aktuell gibt es drei Therapiegruppen mit jeweils sechs Kindern, die über ein Schulhalbjahr immer eineinhalb Stunden pro Woche gemeinsam mit dem zirkustherapeutischen Tandem von Alegria arbeiten.

 

Für die Schüler*innen ist die Zirkustherapie eine coole Kombination der beiden Arbeitsfelder Zirkuspädagogik und Psychotherapie, sagen uns Jalda Pfeiffer und Anthony Vu, zirkustherapeutisches Tandem an einer Kooperationsschule von Schulpartner. Die Verbindung beider Schwerpunkte ist nicht nur dazu geeignet, dass die Kinder sich in Zirkuskunststücken ausprobieren, sie erwerben vor allem die Fähigkeit, ihren Körper besser wahrzunehmen. Dabei erlernen sie, ihre Emotionen besser zu regulieren, ihre Frustrationstoleranz zu erhöhen und ihre soziale Kompetenz auszubauen. Eine Steigerung des Selbstwertgefühls der Kinder ist die Folge. In der Schulpraxis können sie diese erworbenen Kompetenzen dann anwenden, so dass sie im Schulalltag fokussiert auftreten und den Schulunterricht bereichern können. Ihr Selbstvertrauen, sich in soziale Kontakte zu begeben, wächst. Für Kinder mit psychischen Beeinträchtigungen, die oft die Erfahrung gemacht haben, von der Gruppe ausgeschlossen zu werden, ist dies eine grundlegende Erfahrung. »Was für die Kinder ein Spiel ist, ist für uns ein wertvolles therapeutisches Mittel«, so Jalda Pfeiffer.